Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich vom bisherigen Umweltminister Norbert Röttgen getrennt. Grund sei das Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen. In einer kurzen Rede bedankte sich Frau Merkel  für Röttgens “großes klimapolitisches Engagement”.

Neuer Umweltminister wird Peter Altmaier. In einem kurzen Statement äußerte er sich folgendermaßen: “Ich übernehme dieses Amt in dem Bewusstsein der großen Verantwortung, die gerade jetzt mit dieser Tätigkeit verbunden ist.”

Auch Altmaier will weiter für die Energiewende und die regenerativen Energiequellen eintreten. “Die Energiewende ist eine gesamtwirtschaftliche Herausforderung, von deren Gelingen viel abhängt für Verbraucher, Wirtschaft und vor allem für die Umwelt.”, so Altmaier.

Eine neue Studie des Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat ergeben, dass die Stromgestehungskosten aller ernereubarer Energien seit Jahrzehnten kontinuierlich sinken. Die Studie analysiert die Stromgestehungskosten von Solarkraft, Windenergie und weiteren regenerativen Energiequellen.

“Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Stromgestehungskosten bei der Photovoltaik nicht nur in Regionen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung, sondern auch in Deutschland unterhalb des Endkundenstrompreises liegen”, erläutert Prof. Dr. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE.

Die Kosten für Ökostrom-Anlagen weltweit sind durch die aufkommende Massenproduktion und den Lernfaktor am Sinken. Aber auch der Einsatz von günstigeren und effizienteren Materialien machen die regenerativen Energiequellen wettbewerbsfähig.

Forscher planen eine schwimmende Plattform, auf welcher Windkraftanlagen zur Ökostromerzeugung montiert sind. Insgesamt soll die Plattform 20.000 Tonnen wiegen und darauf mehr als 30 Windkraftanlagen Platz finden. Die Plattform soll einen Durchmesser von über einem halben Kilometer haben und an Betonpfeiler verankert werden, um nicht ziellos auf dem Wasser umher zu treiben.

Die schwimmenden Windkraftanlagen sollen aber nicht wie üblich in der Nordsee aufgestellt werden, sondern in tieferen Gewässern. “Je tiefer das Wasser, desto stärker der Wind darüber”, sagt Jochen Bard, der Abteilungsleiter für Meeresenergienutzung beim Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel.

Der Experte meint, dass sich allein in Europa mit dieser Technologie bis zu 8000 Terawattstunden pro Jahr herstellen ließen. Damit wäre der Stromverbrauch der europäischen Länder um das zweifache gedeckt!

Erste Test der neuen Technologie werden gerade in einem Projekt in Portugal getestet.

Heute möchten wir Ihnen ein neues und interessantes Buch vorstellen. Es trägt den Titel “Berlin atomar Die Atomkraftwerkspläne für die Hauptstadt” und wurden von den beiden Autoren Katja Roeckner und Jan Sternberg verfasst.

Ein Atomkraftwerk in Berlin? Gibts nicht aber hätte es beinah! Die Autoren rekonstruieren die Pläne zum Bau eines Atomreaktors des West-Berliner Senats und des Stromversorgers Bewag in den Jahren 1950 – 1970. Eine fast unglaubliche Story, welche die Geschichte Berlins in andere Bahnen hätte lenken können.

 

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

In der aktuellen Debatte um die Energiewende oder beim Wechsel des Stromanbieters fallen immer wieder Begrifflichkeiten, welche einem auf Anhieb nicht viel sagen.

Was genau ist zum Beispiel ein Brennelement oder Cäsium?

Was verbirgt sich hinter den Begriffen Windgas oder Graustrom?

All dies hat Ökostrom für Alle! für Sie einfach und verständlich in einem Ökostrom-Lexikon zusammengefasst. Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe zum Thema Ökostrom und Energiewende!

Das Beratungsunternehmen Ecofys hat für den Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) eine Studie erstellt, welche zu dem Ergebnis kommt, dass die Windbranche für einen Ausbau der Einspeisenetze sorgen kann. Beim Einspeisenetz handelt es sich um die direkte Verbindung zwischen einer oder mehreren Windkraftanlagen zum Übertragungsnetz.

“Dabei kommen vor allen Dingen Erdkabel zum Einsatz, die für Akzeptanz bei der Bevölkerung sorgen. Das beschleunigt den Netzausbau und damit die Energiewende. Klar ist aber auch, dass der Bau von Einspeisenetzen nur ein Mosaikstein im Gesamtbild Energiewende ist”, so BWE-Präsident Hermann Albers.

Durch diese Maßnahme könnte der Netzausbau einen großen Schritt nach vorne machen und ein neuer Meilenstein der Energiewende gesetzt werden.

Deutschland bleibt auch ohne die abgeschalteten Atomkraftwerke Stromexporteur. Die Jahresbilanz 2011 zeigt es schwarz auf weiss: Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) exportierte Deutschland im Jahr 2011 netto 6000 Gigawattstunden. Dies sei zwar ein Rückgang von etwa 11000 Gigawattstunden, im Vergleich zum Jahr 2010 aber dennoch ein sehr gutes Ergebnis. Desweiteren bestand nie die Gefahr einer Stromknappheit bzw.  eines Blackouts.

Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des BDEW, ist auch in Hinblick auf die neuen Gaskraftwerke in Deutschland zuversichtlich, dass die Energiewende in Deutschland ein voller Erfolg wird. So kommentiert Müller die Liste der neuen Kraftwerke: “Sie zeigt, dass genügend Projekte in der Pipeline sind, um die abgehende Kernenergie zu ersetzen und als Backup für Erneuerbare Energie zu fungieren.”

 

Der Stromnetzausbau ist derzeit der wunde Punkt der Energiewende. Die erneuerbaren Energien haben im Jahr 2012 die Atomkraft überholt, jedoch gingen dennoch viele Kilowattstunden Ökostrom verloren, da das Stromnetz nicht über genug Kapazitäten verfügt. Das will die Bundeskanzlerin Angela Merkel nun ändern. “Bis Anfang Juni wird die Bundesregierung für die bundesweite Netzentwicklungsplanung für den weiteren Ausbau der Stromtrassen einen Entwurf erarbeiten, der bis Jahresende Gesetz werden soll”, so Merkel.

Mit diesem Schritt könnten ein weiterer Meilenstein der Energiewende gesetzt werden.

Auch in Brandenburg schreitet die Energiewende voran. So sind bis zum Jahr 2020 2700 Kilometer neue bzw. verbesserte Stromleitungen geplant. Der Netzausbau dient vor allem den Anschluss der erneuerbaren Energien an das deutsche Stromnetz.

Wer heutzutage durch das schöne Brandenburg fährt, kann schon einige Windparks und Solaranlagen bestaunen. Doch in den kommenden Jahren sollen neue regenerative Energiequellen hinzukommen, was einen Stromnetzausbau notwendig macht.

Die Kosten für den Netzausbau muss der Stromkunde aber nicht selbst tragen, sondern es gibt Zuschüsse vom Land Brandenburg.

Die Bundesregierung verfolgt ehrgeizige Ziele, denn bis 2020 soll nicht nur ein Großteil der Stromversorgung durch Ökostrom gedeckt werden, sondern auch der CO2-Ausstoß um 40 Prozent gesenkt sein (zum Vergleichsjahr 1990). Doch der Wissenschaftler Hans-Joachim Ziesing warnt: “Mit den bisherigen Maßnahmen kann das Ziel nicht erreicht werden”.

Ziesing behauptet, dass die Voraussetzung für das Erreichen der Klimaschutzziele ein noch schnellerer Ausbau der regenerativen Energiequellen sei. Außerdem müssen effizientere fossile Kraftwerke eingesetzt werden, um den CO2-Ausstoß im Bereich der Stromversorgung zu senken.

Aber auch in anderen Bereichen müsse es Modernisierungs- und Einsparmaßnahmen geben. So sind bessere Wärmedämmungen bei Häusern und Wohnungen notwendig und auch im Bereich Verkehr und Industrie müssen die CO2-Emissionen gesenkt werden.

So kann gleichzeitig die Energiewende durch den Ausbau der regenerativen Energiequellen und eine CO2-Reduzierung erreicht werden.

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